Portfolio
Über mich
Ich habe vor etwa zwanzig Jahren angefangen, Landschaften zu fotografieren. Zunächst das Elsass — denn man beginnt immer in der eigenen Heimat, und weil diese Region, die ich zu kennen glaubte, sich nie aufhört zu erneuern. Das Champ du Feu an einem Januarmorgen, die Trois Fours in der Kälte, ein Vogesenmoore im Nebel: Man muss nur zur richtigen Stunde zurückkehren, damit die Landschaft zu etwas ganz Neuem wird.
Dann kam Schottland — das mich weit stärker traf, als ich erwartet hatte. Die Highlands, die Isle of Skye, der Quiraing unter Schnee. Die Toskana, für ihr goldenes Licht und ihre Geometrie der Hügel. Norwegen, für sein raues Klima und seine Polarlichter. Vier Länder, mehrere tausend Kilometer, eine einzige Aufmerksamkeit: das Licht.
Was mich immer fasziniert hat, ist das Warten. Vor der Dämmerung aufstehen, in der Kälte gehen, den Himmel entscheiden lassen. Landschaftsfotografie ist eine geduldige Disziplin: Man kehrt oft mit leeren Händen zurück, und genau diese Rückkehrer ohne Ergebnis machen die anderen kostbar.
Neben der Landschaft habe ich auch Porträts im Studio gemacht — eine Zeit, die ich wirklich geliebt habe. Alles ist das Gegenteil der Landschaftsfotografie: Man ist zu zweit, man beherrscht das Licht, anstatt es zu erjagen, man spricht miteinander, man sucht gemeinsam. Auf einem ganz anderen Weg fand ich dieselbe Forderung nach Wahrhaftigkeit. Die Porträtgalerie dieser Website bewahrt eine Spur jener Zeit, und ich schaue sie noch heute mit großer Zuneigung an.
Dann, vor etwa zehn Jahren, habe ich die Kamera abgelegt. Prioritäten verschieben sich, das Leben ordnet seine Regale neu — nichts Ungewöhnliches, und doch genügt das, damit Jahre vergehen. Die auf dieser Website versammelten Bilder gehören zu jener früheren Zeit, vor der Pause. Ich verleugne sie nicht; ich betrachte sie heute mit etwas mehr Abstand: Bei manchen würde ich heute anders vorgehen, andere hätte ich wohl nicht mehr die Geduld gehabt zu suchen. Vielleicht macht genau das sie richtig.
Ich werde wieder zur Kamera greifen. Das ist eine stille Gewissheit, ohne festes Datum. Das Licht ist noch da, die Vogesen auch, und die Lust hat nie wirklich aufgehört — sie steht nur auf Standby. In der Zwischenzeit versammelt diese Website, was jene Jahre des Wanderns, Wartens und Studioarbeitens hervorgebracht haben. Viel Freude beim Stöbern.